Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik und Personalentwicklung

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Kapitel 3.1.5: Kommentierte Linkliste

 
In Kapitel 3.1.5 wird die Berufsfachschule als beruflicher Bildungsgang skizziert. Dabei wird herausgearbeitet, dass insbesondere (aber vor allem und fast ausschließlich in der Bundesrepublik Deutschland) die vollqualifizierende Berufsfachschule kritisch diskutiert wird. Nachfolgende Artikel enthalten einige aktuelle Informationen zum zuletzt genannten Bildungsgang.
 
Daten und Hintergründe zur vollqualifizierenden BFS finden Sie über:
http://datenreport.bibb.de/html/131.htm
 
"Mit der staatlichen Förderung von Ausbildungsplätzen in Ostdeutschland gehen die sechs ostdeutschen Bundesländer unterschiedliche Wege der Umsetzung. Eine Variante ist die Vollausbildung an einer berufsbildenden Schule. In einem Berliner Modellprojekt wird diese Variante als Basis für die Platzierung innovativer Ideen in der Ausbildungspraxis und -systematik genutzt" (Abstract aus folgendem Artikel).
http://www.bwpat.de/ht2008/ws11/weissmann_ws11-ht2008_spezial4.shtml
 
Ein Blick ins Ausland, der die deutsche Sichtweise ein wenig relativieren soll:
"Österreich wird in internationaler Kommunikation über berufliche Bildung häufig zur Gänze dem deutschen Systemtyp „duale Ausbildung“ zugeschlagen. Das ist nicht richtig. Zutreffend ist, dass wir in Österreich drei in Dauer und Level unterschiedliche Wege der beruflichen Bildung nach Absolvierung der Schulpflicht anbieten (die duale Lehrlingsausbildung, die Fachschulen/BMS und die BHS) und dass sich alle drei Wege in hohem Maße bewährt haben, wie insbesondere die Ergebnisse am Arbeitsmarkt zeigen. In den letzten Jahrzehnten gab es aber – wie in allen hoch entwickelten Gesellschaften – weit reichende Veränderungen durch Wandel von Wirtschaftsstruktur und Personalbedarf, massiven Schulausbau der öffentlichen Hand, die Europäische Integration und nicht zuletzt durch demografische Faktoren (Schrumpfung und Zuwanderung). Trotz dieser erheblichen Veränderungen im Umfeld der beruflichen Bildungsangebote haben alle drei Wege nach wie vor quantitativen Stellenwert und jeweils ihre Stärken aufzuweisen. Nicht zu übersehen sind allerdings auch spezifische Probleme und Herausforderungen, um die Zukunftstauglichkeit der Programme zu erhalten. Der Beitrag soll aufzeigen, worauf Stabilität und Qualität im vielfältigen Berufsbildungsangebot des Landes beruhen." (Abstract aus nachfolgendem Artikel):
http://www.bwpat.de/ATspezial/schneeberger_atspezial.pdf
 
In der vollqualifizierenden Berufsfachschule hat die Übungsfirmenarbeit eine herausragende Stellung. Österreich hat hier eine führende Funktion inne: "Seit der flächendeckenden Installierung von Übungsfirmen in Handelsakademien und Handelsschulen Anfang der 1990er Jahre beansprucht das österreichische Übungsfirmenwesen eine europaweite Vorreiterrolle. Obwohl sich die ersten evaluativen Arbeiten zur Übungsfirmenwirklichkeit noch recht positiv äußerten, wurden schon früh auch Bedenken angemeldet. Sowohl konzeptiv als auch in der operativen Wirklichkeit vor Ort scheint das österreichische Konzept auf halbem Wege stehen geblieben zu sein. Während die Übungsfirma als Bürosimulation erfolgreich und akzeptiert ist, blieb sie als Unternehmenssimulation und organisierendes Zentrum des kaufmännischen Curriculums hinter ihren Möglichkeiten zurück. Die Ursachen dafür sind vielschichtig, aber mangels Begleitforschung nie umfassend analysiert worden.
Der Beitrag formuliert vor dem Hintergrund der bisherigen Befunde Desiderata an eine breitflächige, valide und zuverlässige Bestandsaufnahme der österreichischen Übungsfirmenlandschaft und skizziert die Eckpunkte eines dreijährigen Evaluations- und Entwicklungsprojektes, das die Abteilung für Wirtschaftspädagogik der Johannes Kepler Universität Linz seit Juli 2007 durchführt. Ziel ist es zunächst, anhand einer mehrperspektivischen Bestandsevaluation zu klären, inwieweit die Potenziale ertragreichen
Übungsfirmenunterrichts gegenwärtig ausgeschöpft werden und welche Faktoren anspruchsvolle Übungsfirmenpraxis begründen. Anhand von Literaturanalysen, Expert/inn/eninterviews, Schulfallstudien, Dokumentenanalysen und quantitativen Online-Befragungen werden Defizite und deren Ursachen unter curricularem, unterrichtspraktischem und modellökonomischem Aspekt identifiziert. Darauf aufbauend sollen ein Maßnahmenkatalog und Implementierungskonzepte für eine nationale Qualitätsoffensive im Übungsfirmenwesen entwickelt werden" (Abstract aus dem Original)
http://www.bwpat.de/ATspezial/neuweg_etal_atspezial.pdf
 
Eine DJI-Studie, die auch auf die in Ostdeutschland verbreiteten Produktionsschulen eingeht, finden Sie hier:
http://www.dji.de/bibs/229_8149_DJI_Broschuere.pdf
 
Auf neue Kombinationsmodelle zwischen Berufsfachschulen und Betrieben (als alternatives "duales System") geht folgender Artikel ein:
http://www.bibb.de/dokumente/pdf/BFS-nach-BBIG-Dokumentation-Nov2007.pdf


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