Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik und Personalentwicklung

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Kapitel 3.1.3: Kommentierte Linkliste

 
Kapitel 3.1.3 widmet sich einem schulischen Bildungsgang des so genannten Übergangssystems, nämlich dem BVJ. Dieser Bildungsgang hat eine lange Tradition. Im Zuge der Versorgungskrise hat sich das Übergangssystem, in dem Jugendliche an eine Ausbildung herangeführt werden sollen, quantitativ erheblich ausgeweitet und qualitativ-strukturell ausdifferenziert. Nachfolgende Artikel geben hierzu eine gute Einführung.
 

Eine differenzierte Analyse zum Übergangssystem in Deutschland wird vom BIBB geliefert. Zum nachfolgenden Artikel die Kurzzusammenfassung:

Im deutschen Berufsbildungssystem haben die Schwierigkeiten beim Übergang von der allgemeinbildenden Schule in eine Berufsausbildung in den vergangenen 15 Jahren drastisch zugenommen. Viele Schulabgänger/-innen, vor allem, wenn sie maximal über einen Hauptschulabschluss verfügen, münden inzwischen zunächst in einen Bildungsgang, der lediglich eine berufliche Grundbildung vermittelt. Weitgehend unbekannt ist bisher, wie hoch der Anteil der Jugendlichen ist, die vor Eintritt in eine vollqualifizierende Ausbildung eine oder mehrere solcher Übergangsmaßnahmen besuchen und welchen zeitlichen Umfang diese insgesamt einnehmen. Vor allem fehlen auch Informationen über die Wirksamkeit der betreffenden Bildungsgänge: Wie häufig wird ein Schulabschluss nachgeholt bzw. ein höherwertiger Abschluss erreicht? Wie ist der Verbleib nach der Übergangsmaßnahme? Gelingt die Aufnahme einer vollqualifizierenden Ausbildung und wie lange dauert es bis dahin? Der vorliegende Beitrag geht diesen Fragen auf der Datenbasis der Übergangsstudie des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) nach.

http://www.bibb.de/dokumente/pdf/a12_bibbreport_2009_11.pdf
 

Auch nachfolgender Artikel widmet sich dem Übergangssystem (Zusammanefassung aus dem Original):

In den vergangenen Jahren kam es im vollqualifizierenden Berufsbildungswesen zu wachsenden Passungsproblemen zwischen Bildungsangebot und -nachfrage. Während die Zahl der ausbildungsinteressierten Jugendlichen aus demographischen Gründen stark anstieg, sank der Umfang des betrieblichen Ausbildungsangebots. Die schulischen Berufsbildungsangebote nahmen zwar zu, konnten den Verlust innerhalb des dualen Systems aber nicht kompensieren. Um die Versorgungslücke zumindest provisorisch zu kompensieren, wurde das Übergangssystem stark ausgebaut. Selbst „ausbildungsreife“ Jugendliche wurden in vielen Fällen zunächst auf einen der Bildungsgänge des Übergangssystems verwiesen. Bis zu welchem Ausmaß die Expansion des Übergangssystems auch auf qualitative Passungsprobleme zwischen Lehrstellenangebot und -nachfrage zurückzuführen ist (steigende Ansprüche der Betriebe, zunehmende Eignungsdefizite auf Seiten der Bewerber), lässt sich nicht klar quantifizieren. Nur relativ wenige Untersuchungen liegen dazu vor, inwieweit die Bildungsgänge des Übergangssystems dazu beitragen, die Ausbildungschancen der Jugendlichen zu verbessern. Nach den Ergebnissen der BIBB-Übergangsstudie schätzen die Absolventen den Nutzen relativ hoch ein. Tatsächlich wirkt sich der Abschluss positiv auf die nachfolgende Übergangsrate in Berufsausbildung aus. Dennoch kann das Übergangssystem die Aufnahme einer Berufsausbildung keinesfalls garantieren. Etwa ein Fünftel der nichtstudienberechtigten Abgänger aus den allgemeinbildenden Schulen findet in den ersten drei Jahren nach Schulende keinen stringenten Zugang in Berufsausbildung. Darunter sind gehäuft schwächere Schulabsolventen (mit max. Hauptschulabsolventen und / oder schlechteren Schulnoten) und Jugendliche mit Migrationshintergrund zu finden.

http://www.bwpat.de/ht2008/ws12/ulrich_ws12-ht2008_spezial4.shtml
 

Das Übergangssystem kann als ein Teilsystem der beruflichen Bildung verstanden werden, das eine "berufliche Integrationsförderung" zum Ziel hat. Nachfolgender Artikel geht diese Thematik systematisch an (Abstract aus dem Original):

Das Good-Pratice-Center (GPC) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) stellt ein Erfahrungs- und Wissensforum im Bereich der beruflichen Förderung von jungen Menschen im Übergang von der Schule in die Arbeitswelt zur Verfügung. Die vorliegende Zusammenstellung „Aktuelle Forschungsprojekte in der beruflichen Integrationsförderung“ entstand im Rahmen von kontinuierlich stattfindenden Expertengesprächen mit Vertreterinnen und Vertretern aus Fachhochschulen und Universitäten, die zum Schwerpunkt „Benachteiligtenförderung" und „berufliche Integrationsförderung“ engagiert sind. Intention der Expertengespräche ist es, zu einer Vernetzung der Forschungsaktivitäten in diesem Handlungsfeld beizutragen und ein Austauschforum für Forscherinnen und Forscher anzubieten. Ein Diskurs über Forschungsansätze, relevante Forschungsfragen oder auch über die Forschungsmethoden soll im Rahmen dieses Forums hergestellt werden. Die aufgeführten Forschungsprojekte haben unterschiedliche Schwerpunktsetzungen und greifen jeweils spezifische Forschungsfragen auf. Die nachfolgende Clusterung stellt einen Versuch dar, einerseits die thematischen Schwerpunkte des Handlungsfeldes zu spiegeln und andererseits die laufenden Projekte entsprechend thematisch zuzuordnen. Neben den Forschungsprojekten von Fachhochschulen und Universitäten finden sich in der Zusammenstellung auch Forschungs- und Entwicklungsprojekte des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), die im Jahr 2006 begonnen haben bzw. noch andauerten.

http://www.good-practice.de/forschung_bnf.pdf


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